WordPress als Nische monetarisieren

Geschrieben von am 21. Jul 2009 in Tipps & Tricks - Kein Kommentar

WordPress als Nischenthema zu monetarisieren ist nicht ganz einfach. Das merke ich auch immer wieder an diesem Blog. Letztlich gibt es auf den ersten Blick nur drei Alternativen, die alle nur sehr schlecht laufen:

Ungünstige Alternativen

  • Google Adsense
  • Klingt auf den ersten Blick sehr verführerisch und verspricht gute Werbeeinnahmen, hat aber auch zwei enorme Nachteile: Zum Einen sind die Klickpreise nicht von mir festgelegt. WordPress ist kein besonders „teures Thema“, die Werbeeinnahmen sind bei mir daher oft sehr mager. Zum Anderen kann ich die Anzeigen nicht aktiv steuern. Wenn Adsense findet, dass Kreditkarten sehr gut zum Thema WordPress passen, dann kann ich das nur sehr begrenzt verhindern. Und jemand der nach WordPress Themes sucht, der wird sich nicht über Anzeigen zum Thema Kreditkarten freuen.

  • Klassisches Affiliate-Marketing
  • Die zweite Alternative ist dann, sich direkt bei einem Dienst wie adcell oder 24interactive (Partnerlinks) anzumelden, sich Gewinnspiele und andere Programme auszusuchen, die eine gute Lead-, Sale-, oder Klickvergütung haben. Dann kann man nur hoffen, dass diese themenfremden Banner doch einigermaßen gut angenommen werden und wenigstens etwas Ertrag abwerfen.

  • Layer- und Highlighter-Werbung
  • Zwei absolut nervende Themen!
    Layer-Werbung vertreibt jeden Besucher sofort: Zum einen ist die Werbung eh keine des eigenen Themengebiets, zum anderen stört das Wegklicken an sich schon. Und das wird nicht gerade dadurch begünstigt, dass sich unterschiedliche Anbieter unterschiedliche Buttons zum Wegklicken ausgedacht haben. Das „X“ scheint mehrere Bedeutungen zu haben.
    Für diese nervtötende Werbung, die in solchen Nischen bestimmt 50% der Besucher verscheucht bekommt man dann auch nur 3,- EUR/TKP, wobei ein View aber auch erst gewertet wird, wenn der Layer mindestens 3-x Sekunden geöffnet bleibt.
    Also: Finger weg! Auch wenn einige Blogs mit solch nerviger Werbung jeden Monat viele hundert Euro genrieren. Denn diese Blogs sind thematisch dann ganz anders ausgelegt und sicherlich auch nicht von Stammlesern abhängig.

    Bei Highlighter-Werbung ist es ganz ähnlich: Ein Mouse-Over erzeugt einen Mini-Popup, den man manchmal auch nur dadurch wegbekommt, in dem man drauf klickt. Wird die Seite dann im gleichen Fenster geöffnet, so ist der Besucher erst einmal weg.
    Ob er noch einmal wieder kommt, ist dann die andere Frage. Denn er hat sich durch den Klick auf einen Link weitergehende Infos gewünscht und landet auf einer Werbeseite.

    Daran ändert sich auch nichts dadurch, dass bestimmte Keywords verknüpft sind. Und Klickpreise um 5 Cent sind mehr als mager.

Neue und andere Wege gehen

Das soll aber nicht heißen, dass man mit einem Blog in der Nische WordPress kein Geld verdienen könnte. Ich möchte jetzt drei Wege aufzeigen, die meiner Ansicht nach ganz gut funktionieren.

Klassisches themenverwandtes Affiliate-Marketing

Jeder, der über WordPress blogt, hat sicherlich schon einmal Themes und Plugins vorgestellt. Und genau hierin liegt die erste Möglichkeit der erfolgreichen Werbung!

Alle Premium-Themes-Websites (wie etwa Woothemes oder ElegantThemes) bieten auch ein Partnerprogramm an. Bei diesem Partnerprogrammen wird man dann mit 20% am Umsatz beteiligt.

Zwar mag es auf den ersten Blick schwer sein, Themes zu „verkaufen“, dafür liegen die Provisionen dann schnell bei 15 EUR und mehr pro Verkauf. Zum anderen kann man solche Partnerprogramme aber auch geschickt in Beiträgen unterbringen. Einfach eine Liste mit 10 tollen Premium-Themes präsentieren, den eigenen Werbelink darin unterbringen und schon kann man auf Dauer durchaus Geld verdienen.

  • Klassische Werbung ist manchmal problematisch, kann aber auch einen guten Ansatz liefern. Man sollte nur darauf achten, auf bestimmte Formate einfach zu verzichten.
  • Affiliate-Marketing ist sehr lohnenswert, bedarf aber etwas Arbeit, weil nicht alle guten Partnerprogramme in einem Netzwerk zu finden sind
  • Direktvermarktung macht am meisten Arbeit, ist aber sicher am ertragreichsten, wenn es erst einmal läuft. Aber auch hier sollte man die Moral nicht vergessen

Das klappt nicht nur mit Themes: Zu wpSEO, dem so nützlichen SEO-Plugin für WordPress bietet der Programmierer bei Superclix nun auch schon ein eigenes Partnerprogramm an, bei dem man mit 15% beteiligt wird. Einfach mal direkt auf der Homepage von wpSEO schauen, dort ist auch der Link zum Partnerprogramm.

Banner, Links und Content verkaufen

Eine weitere Möglichkeit ist der Verkauf von Bannern, Links und Content direkt über die eigene Website.
Der Vorteil ist sicherlich, dass man Preise selbst festlegen kann. Die Nachteile sollte man aber auch nicht vergessen: Man muss die Werbung jeden Monat auf’s Neue administrieren, die Werbung muss erst mal an den Mann gebracht werden und zum dritten sollte man auch wissen, wie man eine Rechnung erstellt.

Gestattet mir aber noch einige Worte zu den drei Möglichkeiten…

Banner

125×125 Pixel scheint sich zum neuen Liebling in der Blogosphäre gemausert zu haben. Eben diese Bannergröße passt perfekt in die Sidebar, ohne zu viel Höhe „wegzunehmen“. Woothemes beispielsweise baut diese Bannergröße mittlerweile in beinahe fast jedem Theme direkt ein.
Ihr solltet bei der Direktvermaktung eures Blogs eben auch diese Größe anbieten.
Aber auch altbewährte Standardgrößen wie 468×60 Pixel oder 160×600 Pixel sollten ihren Platz finden!

Und solange die Bannerplätze nicht vermietet sind, füllt sie mit anderen Bannern (von Partnerprogramm-Netzwerken) und lasst nur ein, zwei frei. Ich bin der festen Überzeugung, dass das Werbekunden anlockt.

Textlinks

Vermeidet tunlichst Links aufzunehmen, die thematisch so überhaupt nicht passen!
Inwieweit Google das ggf. abstraft ist ja noch nicht so richtig bekannt, aber die Gerüchteküche brodelt… Versaut euch für 5,- oder 10,- EUR im Monat mehr nicht euren Pagerank. Und Links zu Ferienhäuser auf Sylt passen eben nicht zu einem Blog, in dem es um WordPress geht. Und (beinahe) almighty Google merkt das irgendwann.

Content

Spätestens seitdem teliad auch Content-Links anbietet, wurde ich schon einige Male gefragt, ob ich das auch mache oder gar vorgefertigten Content nehme.
Mal ja, mal nein. Bisher noch gar nicht.
Denn auch hier gilt: Schaut euch die Seiten vorher an! „Passen sie thematisch?“, „Verbiege ich mich dafür?“ oder „Verkaufe ich meine Seele für Geld?“ sind Fragen die man sich stellen sollte.

Gekaufter Content kann schnell in die falsche Richtung führen und Links im Content sollten einen Mehrwert bieten.
Deshalb macht lieber einmal mehr Gebrauch von der im BGB verankerten Vertragsfreiheit und lehnt Angebote/Anfragen auch einmal ab. Die Besucher werden’s danken und letztlich liegt es ja auch nur an den Besuchern, dass man überhaupt Geld verdienen kann.

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Bild: Zack McCarthy (Lizenz, 22.04.2011)

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Über den Autoren

Mein Name ist Christian. Ich blogge bereits seit 5 Jahren - manchmal mehr, manchmal weniger erfolgreich. Weil ich in der Anfangszeit meiner Erfahrungen mit den von WordPress gebotenen Möglichkeiten unzufrieden war, habe ich mir einiges Wissen zu dieser tollen Software selbst beigebracht. Aus diesen Erfahrungen ist das Projekt wpLove.de geboren. Neben WordPress bringe ich mir aber auch das Thema SEO selbst etwas näher.

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