Plugins in der WordPress-Grundausstattung

Geschrieben von am 05. Jun 2012 in Plugins - 12 Kommentare
Plugins: WordPress Grundausstattung

An dieser Stelle möchte ich nochmal auf die Umfrageergebnisse von Uwe Ramminger zurückgreifen: Der hatte in seiner WordPress-Umfrage nämlich auch wissen wollen, wie viele Plugins für die Nutzer zu einer Grundausstattung gehören. Das erschreckende Ergebnis: Mehr als 40% der Antwortenden (H=43, n=97) installieren mehr als 6 Plugins in einer WordPress-Grundausstattung; 17 Antwortende installieren gar mehr als 10 Plugins. Das hält nicht nur Uwe für viel zu viel, auch ich denke das. Denn viele Dinge kann man in WordPress auch ohne zusätzliche Plugins hinbekommen.

Ich möchte in diesem Artikel daher einmal auf die Gefahren und Nachteile von Plugins eingehen, Plugins vorstellen bei denen sich eine Installation m.E. lohnt und zudem knapp vorstellen, was man auch ohne Plugins lösen kann!

Warum Plugins manchmal ungeeignet sind

WordPress-Plugins ersparen auf den ersten Blick viel Arbeit: Plugin-ZIP-Datei hochgeladen, „Installieren“ klicken, das Plugin aktivieren und schon übernimmt es eine bestimmte Arbeit, für die man sonst manuell hätte Hand anlegen müssen. Klingt entspannt, verursacht auf den zweiten Blick aber jede Menge zusätzliche Arbeit.

1) Plugins belasten die Datenbank

Plugins belasten Datenbank

Plugins belasten Datenbank

Wie bereits hier vorgestellt kommt man nicht umhin, ab und zu die eigene WordPress-Datenbank etwas aufzuräumen und zu entschlacken; Über die Tage, Wochen und Monate sammelt sich in der Datenbank naturgemäß viel Datenmüll an. Einen Teil kann man nicht verhindern, der gehört einfach dazu. Ein anderer Teil dieses Datenmülls entsteht jedoch auch durch Plugins, die einfach schlecht durchdacht sind. Ich hatte den Fall „Socialize“ angeführt: Das Plugin speichert für jeden Beitrag in der Datenbank Informationen zu eingebundenen Sharing-Buttons. Welche Buttons werden angezeigt, wie lautet der Begleittext dazu.

Andere Plugins machen das leider ähnlich; Mit jedem Plugin steigt somit die Gefahr, die Datenbank unnötig vollzustopfen. Und das wirkt sich negativ auf die Geschwindigkeit der WordPress-Installation aus. Bei weniger als 50 Beiträgen mag man das vielleicht noch nicht spüren. Mit jedem Beitrag mehr werden dann aber auch die Auswirkungen größer. Und das nervt nicht nur User, das straft irgendwann auch Google ab (mehr zum Thema Auswirkungen der Seitengeschwindigkeit auf’s Ranking hier).

2) Plugins müssen aktualisiert werden

Updates einspielen

Updates einspielen

Nicht nur WordPress erhält in teilweise rasender Geschwindigkeit neue Updates; Auch bei den meisten Plugins ist das so. Diese Aktualisierungen sollte man auch stets schnell durchführen, andernfalls drohen unter Umständen auch Sicherheitsprobleme (mehr dazu weiter unten). Um Sicherheitslücken zu schließen, das Funktionieren mit aktuellen und zukünftigen WordPress-Versionen sicherzustellen und neue Funktionalitäten nutzen zu können, müssen Plugin-Updates eingespielt werden. Aber das verursacht Arbeit. Nicht nur der Klick auf die Aktualisierungsbuttons kostet Zeit, auch das Erstellen eines Datenbank-Backups (das sollte man meiner Meinung auch bei Plugin-Updates vorher tun) tut es. Und diese Zeit fehlt dann nicht selten an anderer Stelle.

3) Plugins bergen Sicherheitsrisiken

Sicherheitsrisiko

Sicherheitsrisiko

Nicht nur das Vergessen von Plugin-Updates stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Auch die Plugins selbst tun es. Immerhin gilt: Jeder Drittanbieter kann rein theoretisch Schadcode in fremde WordPress-Installationen einschleusen. Das machen sicherlich die wenigsten Plugin-Entwickler bewusst, da soll mich niemand falsch verstehen. Aber manchmal tauchen gravierende Sicherheitslücken auch eher zufällig auf, auch bei Plugins mit denen es jahrelang keine Probleme gab. TimThumb ist da wohl das beste Beispiel der vergangenen Jahre. In solchen Fällen muss der Entwickler Sicherheitslücken schnell schließen; Bei beliebten Plugins ist das auch der Fall, bei ungepflegten Plugins, bei denen der Entwickler die Arbeit schon vor Jahren eingestellt hat, leider nicht. Und dann muss immer noch der Nutzer dafür sorgen, dass dieses neue Update auch eingespielt wird, siehe Punkt 2.

Lohnenswerte Plugins

Einige Plugins sind so gut und leisten so eine hervorragende Arbeit, dass sich die Installation aber immer lohnt. Ich möchte euch jetzt nur 4, bzw. 5 Plugins vorstellen, die m.E. in jede WordPress-Grundausstattung gehören.

1) SEO-Plugin: „wpSEO“ oder „WordPress SEO by Yoast“

SEO-Plugin

SEO-Plugin

WordPress, bzw. die Inhalte eines Blogs für Suchmaschinen aufzubereiten, stellt in den meisten Fällen keine große Herausforderung dar. Was fehlt ist aber meistens die Expertise und das technische Know-How, wie man die inhalte optimiert. Erschwerend kommt hinzu, dass SEO in Handarbeit eine aufwendige Sache ist. Hier können SEO-Plugins einen großen Teil der Arbeit abnehmen und die Installation eines solchen Plugins macht durchaus Sinn!

Sinnvoll sind hier besonders zwei Plugins: wpSEO von Sergej Müller und alternativ das WordPress SEO-Plugin von Yoast. Hier entscheiden vor allem persönliche Geschmäcker, welches Plugin das Richtige ist. wpSEO hat in meinen Augen die eindeutig bessere Performance, das Yoast-Plugin könnte gerade für Einsteiger dank des leicht-verständlichen Hilfebereichs unter jedem Artikel die richtige Wahl sein.

Eine Einschränkung: Auf der einen Seite ist Yoast leicht verständlich, auf der anderen Seite bringt das Plugin aber tausende Funktionen mit, die es am Ende dann doch etwas unübersichtlich machen. Auf Sitemaps und Breadcrumbs würde ich im Plugin daher verzichten.

1.1) Sitemap-Plugin

Noch ist in wpSEO keine Sitemap-Funktion integriert und die im Yoast-Plugin ist nicht besonders einfach einzurichten. Ich empfehle daher grundsätzlich auch die Installation eine Sitemap-Plugins. Besonders geeignet halte ich „Google XML Sitemap“ von Arne Brachhold. Das Plugin ist in wenigen Minuten eingerichtet, stellt dann Sitemaps im XML-Format und gezippt zur Verfügung und benachrichtigt bei Änderungen automatisch die verschiedenen Suchmaschinen.

2) Spam-Plugin

Antispam-Plugin (Bild: Screenshot antispambee.de)

Antispam-Plugin (Bild: Screenshot antispambee.de)

Früher war Akismet einer jeden WordPress-Installation noch als kostenlose und gut-arbeitende Anti-Spam-Funktion „beigelegt“; Heute kostet das Plugin bis zu $50 im Monat. Auch wenn die Nutzung in privaten Blogs möglich ist (aber was ist schon noch privat und wo beginnt die kommerzielle Nutzung; Schon durch einen Adsense-Werbeblock?), so gibt es besser funktionierende und kostenfreie Möglichkeiten.

Ganz vorn mit dabei ist mein Lieblings-Anti-Spam-Plugin „AntispamBee“ vom bereits erwähnten Sergej Müller! Die Installation ist einfach, die Ergebnisse sind fantastisch. Also: Installieren!

3) Kommentare abonnieren

Kommentare abonnieren

Kommentare abonnieren

Ich glaube mein Gefühl täuscht mich nicht, wenn ich finde, dass Feeds eine immer geringere Bedeutung haben. Und die meisten Nutzer/Leser sind wahrscheinlich nicht gewillt, Kommentare per Feed zu abonnieren – Bei mir sind es gerade einmal 5 Leser und die haben vor Jahren mal einen Beitrag, bzw. die Kommentare dazu abonniert.

Trotzdem sollte man Lesern jedoch die Möglichkeit geben, über zukünftige Kommentare zu einem Beitrag informiert zu werden. Das klappt per Mail sehr gut und „Subscribe to Comments Reloaded“ ist dafür die richtige Wahl: Leser können die Kommentare zu einzelnen Beiträgen abonnieren und sich jederzeit von den Benachrichtigungen wieder abmelden. Damit man auf der rechtlich sicheren Seite ist, lässt sich das Ganze auch mit Double-Opt-In einrichten!

4) Revisionen löschen

Revisionen löschen

Revisionen löschen

WordPress legt bei dem Schreiben eines jeden Beitrags automatisch Sicherheitskopien, sog. Revisionen in der Datenbank ab, löscht diese aber nicht, wenn der fertige Beitrag publiziert wird. Das kann die Datenbank irgendwann komplett überladen. Zwar sollte man die Anzahl maximaler Revisionen begrenzen Anzahl maximaler Revisionen begrenzen, die Funktion an sich bleibt jedoch sinnvoll und sollte nicht komplett deaktiviert werden.

Um aber ab und zu alte Revisionen zu löschen und die Datenbank somit etwas sauberer zu halten, macht die Installation von „Better Delete Revision“ durchaus Sinn!

Wofür man keine Plugins benötigt

Zwar gibt es zu jedem nur denkbaren Problem eine Plugin-Lösung, die Installation dieser Plugins ist – aus ganz oben genannten Gründen – aber vollkommen überflüssig und sorgt nur für zusätzliche Arbeit, statt zu entlasten. Ich möchte daher einmal einige Fälle aufzeigen, in denen man KEIN Plugin für eine bestimmte Aufgabe installieren muss.

Verwandte Artikel anzeigen

Um verwandte Artikel unter Beiträgen anzuzeigen, gibt es zahlreiche Plugins. Alle überflüssig! Es gibt zahlreiche händische Lösungen, die innerhalb weniger Minuten in das eigene Theme integriert sind. Ich habe hier schon mal eine vorgestellt!

Breadcrumbs

Auch für die Integration von Breadcrumb-Navigationen gibt es Plugins wie Sand am Meer. Ebenfalls alle überflüssig. Die beste (weil mit Rich Snippets), schnellste (Einbau dauert ca. 5 Minuten) und schönste Lösung überhaupt kommt von Dominik Schilling, ich hatte sie hier schon einmal empfohlen!

Social Buttons

Sharing-Buttons von sozialen Netzwerken sind ohne Frage wichtig. Kein Wunder also, dass zahlreiche Plugins die Nutzer bei der Integration der Buttons unterstützen wollen. Auf diese Plugins sollte man grundsätzlich verzichten, auf das Problem der erhöhten Datenbanklast bin ich ja hier eingegangen.

Mit etwas Aufwand und ein wenig Wissen in den Bereichen HTML/CSS lassen sich die Sharing-Buttons auch ohne Plugins sehr einfach einbinden. Grundsätzlich gilt aber: Verwendet man die Original-Buttons und hat der Anbieter ein Serverproblem, so erhöhen sich auch die Zugriffszeiten des eigenen Blogs. Dazu ein heise-Artikel.

Hier habe ich mal für die drei wichtigsten Dienste (Facebook, twitter, Google+) die jeweiligen Buttons zur Verfügung gestellt.

Zahlreiche andere Beispiele…

Vermutlich könnte man hier noch viele weitere Beispiele anführen, wann Plugins eigentlich vollkommen überflüssig sind. Die Erkenntnis dürfte klar sein: Es geht auch ohne und dem eigenen Blog tut man damit viel Gutes!

Und ihr?

Wie viele Plugins habt ihr so installiert? Und auf welche Plugins konntet ihr mit ein wenig Handarbeit verzichten? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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Über den Autoren

Mein Name ist Christian. Ich blogge bereits seit 5 Jahren - manchmal mehr, manchmal weniger erfolgreich. Weil ich in der Anfangszeit meiner Erfahrungen mit den von WordPress gebotenen Möglichkeiten unzufrieden war, habe ich mir einiges Wissen zu dieser tollen Software selbst beigebracht. Aus diesen Erfahrungen ist das Projekt wpLove.de geboren. Neben WordPress bringe ich mir aber auch das Thema SEO selbst etwas näher.

12 Kommentare zu "Plugins in der WordPress-Grundausstattung"

  1. Jasmina 5. Juni 2012 um 15:34 · Antworten

    Grundlegend hast Du natürlich recht – viele Plugins müssen rein theoretisch nicht sein. Mein Standard-Set ist mittlerweile aber schon wesentlich größer als diese 5 Plugins. Dazu zähle ich u.a. auch die datenschutzkonforme Handhabung von Kommentaren über AntispamBee oder auch Plugins, mit denen ich Bannerplatzierungen und -Schaltungen bis auf Artikel- und Kategorienbasis bestimmten und koordinieren kann. Auf solche Funktionen möchte ich ungern verzichten.

    VG
    Jasmina

    • Adrian 5. Juni 2012 um 15:40 · Antworten

      Bzgl. der Banner: Auch da kann man viel automatisieren und über kleine Funktionen steuern. 😉
      Aber grundsätzlich kann man für bestimmte Anwendungsfälle doch schon mal ein Extra-Plugin gebrauchen, das stimmt. Nur halte ich es für grundlegend falsch bei einer frischen Installation gleich 10 Plugins mit einzurichten. Für viele Fälle bedarf es eben nämlich gar keiner Plugins, aber die Datenbank wird dann erst einmal zugeballert. 😉

  2. Andreas 5. Juni 2012 um 15:47 · Antworten

    Wenn man es genau nimmt, benötigt WordPress in der Grundausstattung gar kein Plugin. Für einen reinen Blog ohne kommerzielle Absichten bietet WordPress alles was man benötigt. Später reichen auch die hier vorgestellten Plugins nicht. Eine „Grundausstattung“ ist immer eine Sache der Betrachtung, der Notwendigkeit und der Definition.

    Viele Grüße Andreas

    • Adrian 5. Juni 2012 um 15:53 · Antworten

      „Grundausstattung“ ist natürlich Definitionssache, ohne Frage. Wer ein Onlinemagazin aufziehen will braucht wohl mehr, als ein privates Blog; Ganz klar! Ganz ohne Plugin halte ich jedoch auch für schwierig, wenigstens bei der Spam-Abwehr dürfte es dann ein Problem geben…
      Aber ich glaube wir sind uns einig (so verstehe ich dich jedenfalls): 10 Plugins und mehr sind eindeutig zu viel. 😉

  3. Kirsten 5. Juni 2012 um 17:09 · Antworten

    Ich denke nicht, dass die schiere Anzahl von Plugins in einer Installation ein aussagekräftiger Wert ist. Eine Faustregel „Nicht mehr als 5 Plugins, Leute!“ gibt es nicht.
    Ohne ein weitere Informationen (wie groß ist die Website, wer arbeitet damit, wie hoch sind die Ziele gesteckt, wie ist die Qualität der Plugins bzw. wie gut oder schlecht spielen sie zusammen) kann man eigentlich wenig sagen. Für Laien sind Plugins eine tolle Sache, auch die für die Social Icons. 😉
    Und wenn es irgendwann mit der Performance eng werden sollte oder die Ziele ehrgeiziger werden, dann muss man weitersehen.
    Entweder selber basteln lernen oder mal jemanden fragen.

  4. David Decker 6. Juni 2012 um 00:17 · Antworten

    Die Faustregel „je weniger Plugins, desto besser“ gilt schon länger nicht mehr so! Ich kann ein einziges Plugin am Laufen haben, was aber so schlecht gecoded ist, dass es mir die ganze Webseite sprengt… Ich kann auch 70 kleine Helferlein-Plugins haben, alle nach Coding-Standards und man merkt sie fast gar nicht (Performance-mäßig).

    Eine Faustregel, die dafür um so mehr gilt und um so wichtiger ist: Alles, was NICHTS mit dem Theme zu tun hat, gehört in ein Plugin! Ansonsten gibt es bei Theme-Wechsel jedes Mal Ärger und/oder Datenverlust und andere Probleme. Man kann sich auch ein Functionality-Plugin machen und dort die ganzen Functions-Schnipsel rein, schön ordentlich. Hat dazu den Vorteil, dass es wie ein Plugin an- und abschaltbar ist.

    Verwandte Artikel würde ich auf jeden Fall via Plugin machen, da man die in der Regel immer beibehalten möchte, nur das Styling ist Theme-abhängig.

    Performance-mäßig müssen wir gesagt nicht immer Plugins automatisch die schwarzen Schafe sein, es sind sehr oft die Themes, die hier Mist bauen, gerade auch viele Premium Themes sind äußerst schlecht gecoded, jenseits aller Coding-Standards. Da geht oft nix mit „Optimierung“, da hilft dann nur ein Theme-Wechsel…

    • Adrian 6. Juni 2012 um 11:05 · Antworten

      Das halte ich z.T. für falsch: Codeschnipsel (z.B. für verwandte Beiträge) sollten keinesfalls in ein Plugin ausgelagert werden. Das Problem der Funktionserhaltung bei Theme-Wechsel kann man zudem leicht umgehen: Die eigenen Funktionen übersichtlich in eine eigene Funktionsdatei auslagern, die im neuen Theme dann nur einmal aufgerufen werden muss. Die einzelnen Funktionen lassen sich ggf. dann auch per Shortcode einbinden.

      (Eine Anmerkung noch: Ich habe deinen Weiterleitungslink nicht ganz verstanden. Weil ich aber nicht mag, dass man „komische“ oder kommerzielle Links setzt, habe ich den entfernt. Ich bitte dich um Verständnis.)

      • David Decker 6. Juni 2012 um 11:35 · Antworten

        Wäre schön, wenn du deine Sicht begründen würdest. Mir erschließt sich die Logik nicht, warum es nicht ein Plugin sein sollte? Natürlich kann man das in eine gesonderte Funktions-Datei packen, die man dann nur einbindet – bei einem Child Theme, was man sich selbst gemacht hat, vielleicht die eleganteste Lösung. Es gibt aber auch Systeme, wo selbst Child Themes aktualisiert werden (müssen), da bleibt immer noch die Gefahr, diese Einbindung zu vergessen.

        Bei einem Plugin sehe ich das nicht als Gefahr: bei Crashs/Fehlern leichter zu handeln, als bei Themes (dort bleibt manchmal nur der Umweg zwischendurch ein Default-Theme zu aktivieren). Außerdem bieten Plugins den Vorteil für Kundenprojekte: man kann sie als MU-Plugin machen und so die Einbindung/Nutzung sicherstellen, d.h. im Regelfall kann der Kunde das so nicht deaktivieren.
        Vollgepackte Themes mit allerlei Schnipseln, die man sich zusammenkopiert, sind schon ein Problem, nicht nur für Kunden, auch für Entwickler, man verliert schnell die Übersicht. Durch den Flaschenhals beim Laden muss beides – ich bevorzuge mittlerweile ganz klar Funktionality-Plugins bzw. MU-Plugins – alles ordentlich sauber und aufgeräumt und für beide Seiten gut handhabbar.
        Im Übrigen, Sergej Müllers „Toolbox“ Plugin verfolgt auch genau dieses Konzept… 🙂
        Die functions.php sollte kein Nachfolger der uralten „myhacks.php“ sein – leider wird es zuoft missbraucht dafür, noch immer. Die Leute kopieren sich allen Mist da rein, den sie irgendwo untergejubelt bekommen, und wundern sich dann ständig über Konflikte mit anderen Plugins und WP selbst…

        Hier mal einiges an Lesestoff zu dem Thema:
        http://wpcandy.com/teaches/how-to-create-a-functionality-plugin
        http://www.billerickson.net/core-functionality-plugin/
        http://justintadlock.com/archives/2011/02/02/creating-a-custom-functions-plugin-for-end-users
        http://justintadlock.com/archives/2010/12/30/wordpress-theme-function-files

        Die Grundstrategie: alles Theme-/ Styling-relevante ins Theme und alle FUNKTIONEN in ein Plugin wird dem Ur-Grundsatz von WP m.E. am besten gerecht und bewährt sich in der Praxis zunehmend, wie ich seit ca. 2 Jahren feststelle.

        Viele ThemeForest-Themes kranken daran, dass alles da reingepackt wird, was unabhängig vom Theme sein sollte: dabei geht es nicht nur um die Shortcode-Problematik, sondern auch die Inhaltstypen (Custom Post Types). Einige Themes haben – 3.000 Optionen und 6 Slidern – auch gleich noch 3-6 Post Types deklariert… Schön, solange man das Theme am Laufen hat – aber nach 2 Jahren will spätestens der Kunde oder man selber wechseln, dann geht die „Tüftelei“ wieder los. Besser ein Plugin dafür, dann muss man nur noch mal das Styling anpassen, hat aber keine Crashs…

        Zum Thema viele oder wenige Plugins:
        http://wpcandy.com/thinks/active-plugin-counts-just-dont-matter
        –> sehe ich auch wie dort! Ich hab Projekte, da sind weit mehr als 20 ausgesuchte, ausgefeilte, voll getestete Helfer-Plugins am werkeln und es ruckelt gar nichts. Bestimmte Einsatzzwecke erfordern eben einfach mehr Funktionalität. Genau DAFÜR sind Plugins das Beste.

        Zu meinem Link:
        Ob das linkst oder nicht, ist mir gleich – allerdings ist für mich nicht nachvollziehbar, was daran nicht verständlich gewesen sein sollte? Wenn es der Philosophie der Seite abträglich ist, besser die Linkfunktion ganz deaktivieren – anderseits werden hier auch ThemeForest-Sachen via Affiliate vorgestellt. Erschließt sich mir halt nicht ganz…

        • Adrian 6. Juni 2012 um 15:40 · Antworten

          Gute Ausführung, kann ich zum Teil nachvollziehen.
          Letztlich bleibt aber die Frage, ob eine frische WordPress-Installation – denn das war ja meine Ausgangsüberlegung – wirklich gleich mit unzähligen Plugins befüllt werden muss. Und genau da lautet meine Antwort „Nein!“ Ohne Frage gibt es nützlich und sinnvolle Plugins, deren Installation empfehle ich ja ausdrücklich und habe dafür auch verschiedene Beispiele angeführt. In anderen Fällen ist die Installation aber vollkommen überflüssig, auch dafür habe ich eine Beispiele oben angeführt. Und es gibt so viele Plugins, die einfach so viel falsch machen; „Socialize“ habe ich hier: http://www.wplove.de/tipps-tricks/wordpress-datenbank-bereinigen/1745/ ja bereits einmal näher beschrieben. Ein Plugin mit geringem Nutzen aber späterem Mehraufwand in der Pflege gehört m.E. einfach nicht installiert. Ein Plugin, dass für jeden neuen Beitrag die Datenbank mit eigentlich vollkommen überflüssigen/belanglosen Informationen vollstopft, dem Nutzer keine Möglichkeit gibt, dies zu unterbinden und am Ende nur benötigt wird, um etwa Buttons sozialer Netzwerke einzubinden, hat meiner Meinung nach die Installation einfach nicht verdient.
          Leichtere Administrierbarkeit in allen Ehren (das dachte ich mit „Socialize“ ja auch anfänglich), aber man tut sich mit der Installation solcher Plugins einfach keinen Gefallen. Selbst bei späteren Theme-Updates oder einem Theme-Wechsel gibt es immer etwas Gefruckel: Später hinzugefügte CSS-Klassen gehen verloren, weil sie direkt in die style.php eingebunden waren, minderwertig übersetze Themes müssen wieder angepasst werden, und und und. Ausgelagerte Funktionen auch ins neue Theme zu übertragen mittels eines Aufrufs wieder im Theme einzubinden, ist kein Hexenwerk.

          Klar ist auch: Nicht alle Funktionalitäten eines Plugins kann man mit wenigen Zeilen Code ersetzen. Auch gegen solche Plugins habe ich nichts! Nur sollte man sich vor der Installation Gedanken darüber machen, ob das Plugin notwendig ist und auch vor der Installation sollte man durch einen lokalen Test vielleicht erst einmal überprüfen, was das Plugin mit der Installation tatsächlich alles anstellt. Nur machen das wahrscheinlich die Wenigsten… 😉

          Und von dem Argument des Sicherheitsrisikos lasse ich mich nicht abbringen, aber das nur am Rande. 😉

          Bzgl. deines Links: Wahrscheinlich hat mich die Weiterleitung noch am meisten gestört; Macht den Eindruck als wolle man etwas verschleiern. Nur weil ich die Regeln mache, heißt das ja nicht, dass ich Kommentare grundsätzlich schlecht finde. Im Gegenteil: Private Blogs und weiterführende Quellen (wie in deinem Kommentar) sind mir herzlich willkommen und werden IMMER freigeschaltet. Nur auf Deeplinks, Keyword-Namen, Weiterleitungen, etc. reagiere ich etwas allergisch. Hierzu auch: http://www.wplove.de/seo/wo-beginnt-spam/783/ Das darfst du nicht persönlich nehmen! Aber das Themeforest-Referallink-Argument lasse ich hier nicht gelten, sind zwei vollkommen verschiedene Dinge und irgendwie soll sich das hier alles auch finanzieren können. 😉

          • David Decker 6. Juni 2012 um 16:16 ·

            Mit deiner jetztigen Antwort kann ich gut leben 🙂
            Vermutlich liegen wir gar nicht soweit auseinander – insbesondere Datenbank-zumüllende Plugins mag ich auch nicht! Logo!

            Noch was zu meinem Link:
            Einfach Weiterleitung deshalb, um mir Tipparbeit zu sparen, weil das die deutsche Version war, hab noch eine Englische, zur englischen Version des (kostenlosen) Themes. Wozu sonst sollen dann eigens eingerichtete URL-Kürzer dienen? Wird nix verschleiert 🙂 Ist auch nix drin verborgen. Nur verkürzte Adresse 🙂
            Refinanzieren ist klar
            Nur das wegen so einer Begründung wie bei dir jetzt ein Link entfernt wurde, hatte ich auch noch nicht. Na gut, man lernt nie aus…

  5. Jan 29. Juni 2012 um 10:09 · Antworten

    Ich benutzte nur noch ein Plugin: Advanced Costum Fields. Und das ist schon so beängstigend gut und verändert WP komplett, so das ich manchmal Angst bekomme.

    Ansonsten bin ich dazu übergegangen alles andere selbst zu implementieren. Die Plugins nerven einfach mir ihren zusätzlichen CSS und JS Dateien und ständigen Updates. Da habe ich lieber alles in einer CSS bzw. JS Datei. Das gibt auch Performance Punkte und kann das JS besser kontrollieren.

    • Adrian 29. Juni 2012 um 10:15 · Antworten

      Gute Einstellung, meiner Meinung nach! 🙂

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